InGO - Intelligent Grid Operator

Hybride Netzbetriebsführung für sichere und effiziente Verteilungsnetze

Dekarbonisiert, verteilt, sauber und digital

Bedingt durch das Ziel zur CO2-Reduktion werden Millionen neuer Erzeugungsanlagen und Lasten in der Mittel- und Niederspannung integriert. Die Netzführung der Zukunft ist somit signifikant anders als bisher. Die geänderten Rahmenbedingungen durch die Volatilität der regenerativen Einspeisung und der Integration der Elektromobilität stellen die Verteilnetzbetreiber vor neue Herausforderungen. Der sichere und zuverlässige Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien ist hierfür zwingend notwendig, um die Bilanzierung und Stabilität der Versorgungsstrukturen gewährleisten zu können.

Stromnetze digitalisieren und sicher zukunftsfähig betreiben

Für die neuen Systemstrukturen ist somit eine effiziente Systemführung erforderlich. PSI GridConnect bietet für die fortschreitende Integration aktiver Komponenten ein mitwachsendes System zur Digitalisierung der Verteilungsnetze. Mit der Sichtbarkeit möglicher Engpässe über Stationsüberwachung und Netzmonitoring bieten wir als ersten Ausbauschritt sogenannte GridApps. Die hierdurch gewonnene Transparenz lässt den bedarfsorientiert, ökonomisch sinnvollen Einsatz an intelligenten Netzreglern im zweiten Schritt zu.

Die technologische Basis sind die neuen hybriden, spannungsebenen-übergreifenden InGO-Netzregler für Nieder- und Mittelspannungsnetze. Damit sind Betriebsarten beginnend von der assistiven Unterstützung der Systemführer, bis hin zur teilautonomen oder eigenständigen Netzsteuerung möglich. Durch die schnelle und gezielte Behebung von Engpässen schützt InGO die Verteilnetzinfrastruktur wirkungsvoll und kostenoptimal.

InGO beinhaltet Regel- und Optimierungsbausteine für die Netzautomatisierung, das kaskadierte Lademanagement sowie ein Micro Grid für Industriekunden bzw. ein Energiemanagementsystem für Mittelstand und Industriekunden.

Die Vorteile auf einen Blick:

InGO kommuniziert mit der übergeordneten Netzleitstelle auf Basis standardisierter Fernwirkprotokolle. Von der dezenralen Reglereinheit werden Betriebsparameter, Netzzustände oder aggregierte Werte an das Leitsystem übertragen. In der Gegenrichtung erhält der InGO Sollwertvorgaben oder aktiv - passiv Schaltungen. Im Austausch mit PSIcontrol werden zudem die aktuellen Schalterstellungen sowie ein Abbild des jeweils aktuellen Parametersatzes dynamisch zwischen Leitstelle und InGO ausgetauscht.

Planbarkeit im Transformationsprozess der Energiewende ist vielfach nicht gegeben. Dennoch ist das Langfristziel zu einem dekarbonisierten dezentralen Verteilnetz politisch vorgegeben. Gesucht wird aus Sicht der Netzbetreiber der ökonomisch sinnvolle und risikofreie Weg mit maximaler Flexibilität. Investitionsschutz aus Sicht des InGO bedeutet im ersten Schritt die Einbindung von Messungen aus der „Tiefe des Netzes“ für mehr Transparenz und Planbarkeit. Dem folgt die sukzessive Ausbringung von Intelligenz an den Stellen mit Bedarf.

„Dezentral vernetzt“ lautet die Devise. Dies bedeutet maximal eigenständige Ausführung von Überwachungs- und Regelaufgaben aber dennoch vernetzt mit der übergeordneten Reglerinstanz. Die gewährleistet ein übergreifendes Arbeiten über alle Spannungsebenen hinweg zur Einhaltung erforderlicher Systemgrenzen aber auch die Möglichkeit zur Entgegennahme von Sollwerten aus der Leitstelle. Durch das interaktive Design und der Mithörfunktion des InGO Security Proxy werden Ihre Smart Grid Projekte (n-1)-sicher und mit entsprechenden Rückfallebenen ausgestattet.

Bei zunehmender Marktsynchronisation des Verteilnetzes mit Energieanlagen ist eine künstliche Intelligenz zur Prognosebildung und zur Beherrschung möglicher Dynamiken unabdingbar. InGO hat dahingehend bereits wertvolle Felderfahrung zur Netzstrukturerkennung mithilfe einer KI-Umgebung unter Einbeziehung weniger Messpunkte gemacht.

Bereits heute ist die Bildung von KPI’s zum Ausschluss unzulässiger Netzsituationen als Unterstützungswerkzeug für die Leitstelle einsetzbar.

InGO bietet eine koordinierte Netzregelung zur Vermeidung kapitalintensiver Fehlinvestitionen. Damit existiert eine preislich faire Konkurrenz zum konventionellen Netzausbau.

Aus Sicht der Netzplanung verhält sich InGO wirtschaftlich als Standardbetriebsmittel analog zu konventionellen Methoden zur Netzverstärkung. Die passenden Werkzeuge zur Integration und Projektierung stehen der Netzplanung zur Verfügung und unterstützen die Mitarbeiter/-innen.

„Smart Grid ready“ bedeutet ein durchgängiges Rollout-Projekt beginnend von der sicheren Erfassung von Messwerten für Monitoring und Analyse bis hin zu einem automatischen Patch- und Devicemanagement. Hiermit wird sowohl der initiale Rollout als auch der operative Betrieb unterstützt.

InGO integriert sich als aktives Subsystem in die Prozesse des Netzbetriebs und entlastet die Leitstelle auf allen Verteilnetzebenen.

Produkte im Einsatz: